Da wurde in der Bundesversammlung ein Berufspolitiker von der Regierungskoalition zum Bundespräsidenten gewählt.
Jetzt mokieren sich seine Kritiker, dass er genauso selbstgerecht ist wie sie selber, über seine Moral. Wieder einmal sehr witzig für unsere Parteienoligarchie.
Die Lageeinschätzung, dass wir von Freunden umzingelt sind wir immer dünner. Die Frage ist lediglich, wie man seine Grenzen definiert. Die deutschen Sicherheits- und Verteidigungsexperten anscheinend immer noch national. Irgendwie findet die NATO nicht mehr statt.
Die Wahlergebnisse in Ägypten sollten allerdings jeden ernüchtern. Die Mehrheiten für die islamischen Fundamentalisten sind eindeutig. Man muss kein Prophet sein, um sich vorzustellen, dass es den Kopten jetzt an den Kragen geht. Ich hoffe, dass wir die aufnehmen werden, die zu uns wollen.
Die Kopten dienen genauso wie die USA allerdings nur als Sündenbock. Die wirklichen Probleme und ihre Ursachen werden bei den anstehenden Progromen nicht gelöst. Also wird ein neues Feindbild her müssen. Europa drängt sich da geradezu auf. Seine Schwäche ist mittlerweile chronisch und fordert junge und hungrige Völker geradezu heraus. Man brauch also nur zwei und zwei addieren und schon weiß man, wer als nächster dran ist.
Ein Glaubenskrieg ist aus Sicht der Maghrebstaaten und Ägyptens eine charmante Lösung. Eine erkleckliche Zahl der jungen und unzufriedenen würde sicherlich fallen und wenn der Rest Erfolg hat, gäbe es auch noch reichlich Beute. Im Prinzip können solche Agressoren nur gewinnen. Es ist halt ein Irrtum zu glauben, dass bei einem Krieg niemand gewinnt. Es kommt dabei auf die Zielsetzung an.
Dank diverser Krisen hat die Meldung, dass die Bundesregierung jetzt das nationale Waffenregister, immerhin eine Vorgabe der EU, umsetzen wird, kaum Beachtung gefunden.
Die Frage, warum sich die EU um deutsche Legalwaffenbesitzer kümmert wird gar nicht erst gestellt. Stellen diese etwa eine Gefahr für die EU dar? Wenn die EU allerdings so weiter macht, wäre dies nicht auszuschließen. Sollen demnach alle legalen Waffen eingezogen werden, bevor die ganz üblen Wahrheiten auf den Tisch kommen? Nun, nichts genaues weiß man nicht.
Die Geschichte, dass dem deutschen Staate nicht bekannt ist, wer denn so alles Waffen besitzt, ist nachweislich kackfrech erlogen. Die Polizeipräsidien führen sehr saubere Listen und wenn die Beamten an einer Tür klingeln wissen die auch haargenau welche Waffen sich im Hause befinden.
Warum also die Lügerei? Erstaunlich auch, dass sich die Bundesländer ohne Protest in ihre Hoheiten reinfummeln lassen, was ihnen sonst nie passiert. Bei uns ist die Polizeiarbeit schließlich in Masse Ländersache.
Irgendwie habe ich bei der Geschichte ein ganz mieses Gefühl. Vor allem, weil ich den wirklichen Sinn und Zweck nicht erklären kann.
Gestern haben wir meinen Freund Klaus Werner zu Grabe getragen.
Gerne wäre ich in Uniform mitgegangen, aber es ging nicht, er war Ritterkreuzträger. Und damit war das verboten.
Es ist dies eine der pauschalen Anordnungen, die unbesehen von der Person getroffen wurden. Einige negative Fälle haben zu diesem pauschalen Urteil geführt.
Klaus Werner war ein typischer Fall von PTBS. Allerdings waren die Gründe deutlich schwerer als bei vielen heutigen Fällen. Mit 18 wurde er Panzerkommandant. Mit 19 Zugführer und mit 20 Kompaniechef. Das Grauen des Krieges hat ihn nie mehr losgelassen. Noch mit 86 Jahren hörte er jede Nacht die Schreie verbrennender Menschen und begann zu weinen, wenn er davon sprach, wie er Kameraden erschnießen musste, wenn ihnen nicht mehr zu helfen war, wie es seine Pflicht als KpChef war.
Er war kein Nazi und etwas mehr Ehre hätte er verdient gehabt. Mit oder ohen Ritterkreuz.
Nun steht uns mal wieder der nächste IPCC Bericht ins Haus und die Katastrophenansagen sind wieder drei Punkte schriller geworden.
Unabhängig davon, dass der CO2 Gehalt der Luft in den letzten Jahren linear gestiegen ist, hat es zumindest global eine leichte Abkühlung gegeben. Fakten stören die Alarmisten, die davon leben, allerdings nicht. Ketzer machen auch noch darauf aufmerksam, dass es in den letzten Jahren überhaupt keine neue Studie zum Thema gegeben hat. Der Bericht basiert demnach, aber immerhin, auf hunderten alter Hüte, die heute nachvollziehbar, nichts mit der Realität zu tun haben.
Immerhin hat sich die Argumentation der Alarmisten geändert. Sie haben sich letztendlich doch einmal an ihren Physikunterricht erinnert und bemerkt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichert. Also Ende mit dem Geheule von sich aufbreitenden Wüsten sondern jetzt soll es ohne Ende regnen. Sinflut statt Wüste? Zumindest physikalisch macht das Sinn. Komisch, dass der deutschen Presse solche Details immer entgehen. Aber mit Naturwissenschaft hatte es die sowieso noch nie.
Mittlerweile definiert sich die Stärke einer Volkswirtschaft danach wieviel Kredit sie noch zu niedrigen Zinsen aufnehmen kann obwohl sie eigentlich pleite ist.
Bald steht sie also an, die II. Afghanistan Konferenz in Deutschland. Man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass sie ein Erfolg sein wird. Besonders weil auch “Taliban” teilnehmen werden.
Allerdings Folge ich nicht der Auffassung, dass es ohne Taliban keinen Frieden geben wird und diese nach unserem Abzug wieder an die Macht kommen werden.
Meine These basiert auf zwei Annahmen. Einmal werden die Taliban im Wesentlichen von Pakistan finanziert, welches Wiederum am Tropf der USA hängt. In dem Augenblick, in dem die USA richtig sparen müssen wird diese Quelle für Pakistan versiegen, was die Machthaber selber zu Sparmaßnahmen zwingen wird. Dabei werden sie sicherlich nicht zuerst an ihrem Fuhrpark sparen sondern an den Taliban, die auch für Pakistan ein Risiko geworden sind.
Meine zweite Vermutung ergibt sich aus dem Buch von Ahmed Rashid “Taliban”. In den Anfängen rekrutierten sich die Kämpfer aus dem Potential der Waisen in den pakistanischen Flüchtlingslagern. Aus diesen konnten die Taliban wegen mangels Kandidaten aber ihre teils horrenden Verluste nicht mehr ersetzen. Dank reichlicher Geldmittel entstand so der 50$ Taliban. Faktisch ein Söldner, der mit der eigentlichen Ideologie der Taliban weniger zu tun hat und bestenfalls als Sympatisant gelten kann. Entfällt der wirtschaftliche Anreiz, wird er auch nicht mehr zur Waffe greifen.
An der Talibanbewegung würde demnach auch der Zahn der Zeit nagen. Die Zeit arbeitet also nicht zwingend für die Taliban, auch wenn sie versuchen diesen Eindruck zu erwecken. Mir fielen da schon ein paar Maßnahmen ein um diesen Vorgang zu beschleunigen.
Zwar gibt es gerade die Schreckensmeldung, dass die Scientologen versuchen die Piratenpartei zu unterwandern, aber ich neige eher dazu dies als belanglos zu werten.
Interessanter ist da schon diese AG
http://wiki.piratenpartei.de/AG_Waffenrecht
Es ist beruhigend zu sehen, dass es bei den Piraten Kräfte gibt, die ein Gefühl für Verhältnismäßigkeiten, eine Vorstellung von Eigentum und Freiheit haben. Hoffen wir also, dass diese Kräfte dem Trend von Umverteilung und damit staatlicher Kontrolle und Unfreiheit erfolgreich entgegenwirken.
Man möchte meinen, dass ein Aufatmen durch die Reihen der Presse geht. Endlich, nach langen Jahren, hat sich ein Beispiel für rechten Terrorismus gefunden. So schlimm die Taten auch sind, als Beleg für einen allgemeinen rechten Terrorismus können sie keinesfalls herhalten. Hier trifft der so oft missbrauchte Begriff des Einzelfalles wohl exemplarisch zu. Eine weitergehende Gefahr ist durch den Tod und die Verhaftung der Täter wohl auch ausgeschlossen. Die Fakten werden uns aber wohl nicht vor weiteren politischen Aktivitäten und einem verstärkten Kampf gegen Rechts bewahren. Die Frage, was denn bei diesem Ergebnis der bisherige Millionen teure Kampf gegen Rechts gebracht hat wird allerdings nicht gestellt.
Der Volkstrauertag wurde wie üblich von, im ersten Augenblick, belanglosen Reden mit der Mahnung zum Frieden geprägt. Es klingt dabei aber immer ein Ton von Frieden um jeden Preis mit. Wenn doch alle Menschen Frieden wollten….
Nur ja, auch der iranische Präsident träumt auch vom Weltfrieden. Wohl aber unter seiner Herrschaft dank neuer Atomwaffen. Dies kann aber unmöglich die Botschaft des Volkstrauertages sein.
Wenn ich auf einem jener Soldatenfriedhöfe stehe, besonders jener des ersten Weltkrieges, die ja zum Frieden mahnen, frage ich mich schon, wie viele dieser Männer eine solche Veranstaltung mit Grauen verlassen hätten. Die Mahner von heute können die Wertvorstellungen der damaligen Kämpfer nicht mehr nachvollziehen. Genau hier liegt der Unterschied. Die Tapferen sind mehrheitlich gefallen und haben einen Haufen Verzagter zurückgelassen. Aber als Tote müssen sie sich halt instrumentalisieren lassen.