Wenn ich beobachte, wie in der deutschen Debattenkultur miteinander umgegangen wird, habe ich erhebliche Zweifel an der politischen Kultur in Deutschland, die sich immer mehr dem Niveau von 1920 annähert. Eine sachliche Auseinandersetzung findet mittlerweile gar nicht mehr statt.

Das allen bekannte Beispiel dürfte die “Diskussion” um das Buch “Deutschland schafft sich ab” von Thilo Sarrazin sein.  Über die Inhalte wurde in keiner einzigen Fernsehdiskussion ernsthaft gesprochen. Eine dort auftretende “Expertin” fiel eher durch widersprüchliche Angaben innerhalb von zwei Sendungen auf. Auch in den Printmedien war dies nicht besser.

Ein zweites Beispiel fand ich, als ich in einer Bücherei das Buch “Wofür Deutschland Krieg führen darf und muss” von Bernd Ulrich sah. Für eine Exportnation immerhin ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen sollte, egal auf welche Vergangenheit man zurückblicken muss.

Bernd Ulrich war mir aber nicht bekannt, so dass ich erst einmal gegoogelt habe und sogar bei Wikipedia fündig wurde. Unter den gerade einmal zwei Links war dann auch der von der “Graswurzelrevolution”, der zur Website einer linken Postille führte. Auch hier das selbe Bild wie bei Thilo Sarrazin. Über den eigentlichen Inhalt des Buches bzw. dessen Thesen war lediglich etwas zu erahnen, dafür wurde der Auto langatmig und in primitiver Art und Weise  niedergemacht.

Liebe Kritiker von links nach rechts, Respekt vor dem Gegner ist die Grundvoraussetzung um selber ernst genommen zu werden. Und noch wichtiger, niemand ist unfehlbar, weshalb man sich auch mit Thesen auseinandersetzen sollte, die einem im ersten Augenblick nicht passen. Vielleicht hat man sich ja doch selber geirrt. Ideologische Scheuklappen führen zwangsläufig in den Abgrund.


Nun wird es in der Tat jeden Tag peinlicher mit dem Bürger Wulff. Aber so ist das, wenn solche Ämter im Rahmen von Machtspielen besetzt werden. Glückstreffer werden da immer seltener. Es wäre wirklich besser gewesen seinerzeit Joachim Gauk zu wahlen. Der hat Zeit seines Lebens bewiesen, dass er integer ist und hätte uns vor solchen Peinlichkeiten bewahrt. Lieber wäre mir allerdings, wenn die Kanzlerin ihren Hut nehmen würde, da sie uns nicht nur dies eingebrockt hat und bisher noch kein Anzeichen von Selbstkritik erkennen ließ.


Das war schon eine Tolle Meldung, dass ca. ein viertel aller Freiwilligen nach sechs Monaten das Handtuch geworfen hat. Aber hat das etwas mit der Bundeswehr zu tun?

Schauen wir uns die Zahl der Abbrechen von Ausbildungen und Studien an und zählen ruhig die Studienfachwechsler hinzu, ist das Ergebnis noch gar nicht einmal so schlecht. Es scheint sich also eher um ein spezifisches Problem dieser Generation zu handeln. Die ganzen Prinzessinnen und Prinzen sind einfach nicht belastungsfähig, weil ihnen bis dato jedes Hindernis aus dem Weg geräumt wurde. Sobald es dann ins wirkliche Leben geht, fängt sofort der Stress an. Da hat die Vorbereitung auf das richtige Leben wohl nicht so funktioniert und die Friede Freude Eierkuchen Mentalität ist zum Bummerang geworden. Bei wem sich die so Überforderten bedanken müssen werden sie selber wissen, wenn sie es denn wollen.

Gerne würde ich unter diesem Aspekt auch einmal die PTBS Opfer untersuchen, deren erstaunliche Zahl mir bisher nicht erklärbar war.