Nun wurde die Grobplanung für die neue Struktur der Bundeswehr bekannt.
Das Gute liegt im Ansatz. Die Reform setzt oben an unter Berücksichtigung was wirklich gebraucht wird und nicht unter der Prämisse was von vorhandenem Personal untergebracht werden muss. Der Wasserkopf wird also erheblich schrumpfen. Die Truppe leider auch und es wundert mich, dass noch niemand eine Verfassungsklage erhoben hat. Wieso? Nun, im Grundgesetz steht, dass die Bundesrepublik Streitkräfte zu ihrer Verteidigung aufstellt. Dies ist auch mit der jetzigen Stärke nicht mehr zu machen. Auch nicht im Verbund mit unseren europäischen Verbündeten. Lediglich die noch vorhandene Stärke der US Army verhindert, dass wir schon als lohnende Beute betrachtet werden. Aufgabe der Bundesregierung und des Parlamentes wäre aber, auch für den Fall vorzusorgen, dass der große und die vielen kleinen Brüder eventuell mal nicht können. Das wäre dann ernsthafte Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Interessant bei der Reform ist der plötzlich auflodernde Widerstand gegen die Verkleinerung der Wehrverwaltung. Nicht nur das, es wird auch noch eine Vergrößerung gefordert. Dabei ist die WV schon seit Jahrzehnten der schlimmste Hemmschuh für die Bundeswehrentwicklung auf der Arbeitsebene. Die WV hat auch in den Vorjahren nie ihre Reduzierungsziele erreicht. Deshalb sitzen dort unzählige kleine Könige die jeden Tag versuchen sich unentbehrlich zu machen und jeden Fortschritt auf ein Schleichtempo reduzieren und in letzter Instanz für eine unglaubliche Geldverschwendung verantwortlich sind. Typisch, dass niemand den Mut hat diesem Treiben ein Ende zu setzen.
Ich freue mich über den Erfolg der Piratenparte, würde sie aber nie wählen.
Warum?
Erst einmal warum ich sie nicht wählen würde. Das Programm wurde von linken Illousionisten geschrieben. Welt- und realitätsfremder geht es nun wohl kaum noch. Da befinden sich die Piraten in einem Kopf an Kopfrennen mit Die Linke. Gnade uns, falls die mal irgendwo an die Schalthebel der Macht gelangen. Dann dürfen wir alle bisher gescheiterten Sozialexperimente noch einmal durchexerzieren.
Warum ich ihren Erfolg trotzdem begrüße ist ziemlich einfach. Sie ist die einzige Partei, die den etablierten Parteien Beine machen kann und dafür sorgen kann, dass diese sich mal wieder um ihre Wähler kümmern und zur Abwechslung einmal das umsetzen, was das Volk auch will. Ohne einen erfolgversprechenden Angriff von außen wird dieses Konglomerat aus selbstzufriedenen Berufsvolksverführern keinen Finger rühren sondern nur seinen eigenen Interessen weiter folgen.
Warum war es ein Fehler sich nicht an dem Feldzug gegen Gaddafi zu beteiligen?
Das hat etwas mit der Bedrohung Europas und damit Deutschlands zu tun. Ach, wir werden nicht bedroht? Richtig, den ängstlichen Blick Richtung Osten kann man sich sparen. Rußland hat die gleiche demographische Entwicklung wie der Rest Europas, der von schrumpfenden Armee gesichert wird, die mehrheitlich aus Einzelkindern bestehen. Damit entsteht zwangsläufig auf Dauer ein Machtvakuum. Nun weiß jeder, dass ein Vakuum nie ein Dauerzustand ist, schon gar nicht auf der Weltbühne. Wenn wir uns also ein bißchen umsehen, wer denn unter hohen Geburtenraten leidet werden wir in Nordafrika schnell fündig. Zwar kommen die Wirtschaftsflüchtlinge im Moment noch mit Seelenverkäufern an Europas Strände, aber was, wenn es doch mal ein neuer Mahdi mit Landungsbooten versucht? Was können wir ihm dann entgegenstellen mit unseren verzagten Politikern?
In Libyen hätten wir eine Botschaft an potentielle Agressoren senden können. Dass wir auch zuschlagen können wenn es nötig ist. Das ständige deutsche nur kein Militäreinsatz Gewinsel ist dagegen geradezu eine Einladung.
Da hat mich doch ein alter Herr gefragt, was denn nun mit dem Euro wird.
Nun, nach den mathematischen Gesetzen wird er kippen. Also habe ich dem Herrn erwiedert, dass er das Kommende wohl doch besser kennt als ich. Die gleiche Situation habe er doch schon vom Kriegsende bis zur Währungsreform erlebt. Die Läden sind dann leer und auf dem Schwarzmarkt läuft dann der Tauschhandel wie in der Steinzeit. Dann wären ja auch alle unsere Ersparnisse verloren, meinte er, was ich nur bestätigen konnte. Auf seine Frage, was er denn nun tun solle habe ich ihm geraten Konserven und Schnaps zu kaufen, damit er in erster Linie etwas zum Essen, aber auch zum Tauschen hat, weil auch ALDI seine Türen schließen wird, bis wieder eine vertrauenswürdige Währung verfügbar ist.