Die Forderung von Außenminister Westerwelle, dass sich Arbeiten wieder lohnen muss und es nicht angeht, dass ein Sozialhilfeempfänger mehr im Portemonnaie hat als ein Arbeiter im Niedriglohnsektor ist nicht neu. Dies kann also nicht der Grund für den Sturm im Wasserglas bei der linken Szene aus Politik und Medien sein. Die Empörung basiert vielmehr aus einer Konsequenz daraus, die in dem Artikel von Guido Westerwelle in der Welt auch angesprochen wurde, aber mittlerweile der Vereinfachung zum Opfer fiel. Er hat sinngemäß nämlich auch noch gesagt, dass man nicht mehr verteilen kann als reinkommt. Dadurch wäre aber der heutige Umverteilungsapparat am Ende. Unter dem Aspekt, dass die Haushalte über kurz oder lang eingefroren wenn nicht gekürzt werden müssen, müssten Politiker dann erst einmal erklären, wem sie etwas wegnehmen wollen um es anderen zu schenken. Dazu die Beamtenhorden, die direkt mit der Umverteilung beschäftigt sind und nicht mehr in dem Umfang gebraucht würden. Die Karawane der Umverteilungsprofiteure ist erstaunlich lang und würde sich ohne Wasser auf direktem Kurs in die Wüste wiederfinden. Allein dies erklärt das unnatürlich laute Gezeter in Medien und Politik. (P. Müller)



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