Das SA 80 der britischen Armee war schon von Beginn an eine unglückliche Konstruktion. Seit der Pleite des Herstellers Royal Small Arms Factory erfolgt eine Überarbeitung durch die deutsche Waffenschmiede Heckler & Koch.
In Afghanistan stellte sich ein weiterer Mangel heraus, der aber nicht nur diese Waffe betreffen dürfte. Die Kampfentfernung der Patrone 5,56 X 45 erwies sich als zu gering. Geländebedingt liegen die Kampfentfernungen im Süden Afghanistans meist zwischen 300 – 600 m und nicht bis 300 m, für die das SA 80 mit seinem Kaliber ausgelegt ist. Dies gibt den Taliban einen mit ihren eigentlich überalterten AK 47 im Kaliber 7,62 einen taktischen Vorteil.
Die britische Armee ist allerdings bekannt dafür auf solche Probleme schnell zu reagieren und beschafft deshalb über 400 neue Waffen im alten NATO Standard Kaliber 7,62 X 51. Offiziell allerdings als Scharfschützengewehr. Wohl aus wirtschaftlichen Gründen mussten die Briten die Zahl limitieren, weshalb es zu dieser speziellen Verwendung kam.
http://www.army.mod.uk/equipment/support-weapons/18827.aspx
Hersteller ist die amerikanische Firma Lewis Machine & Tool Company.
Zumindest eine gewisse optische Ähnlichkeit mit dem HK 417 ist gegeben. Gründe für die Entscheidung zu Gunsten der amerikanischen Waffe sind nicht bekannt.
Im Vergleich mit anderen europäischen Sturmgewehren, FAMAS, G36, SIG 550 aber auch dem aktuellen Modell des M16 liegt die Vo des SA 80 im Durchschnitt. Daher besteht der Verdacht, dass die von den Herstellern angegebenen Kampfentfernungen im realen Gefecht nicht ganz stimmen. Eine vergleichende Auswertung entsprechender Erfahrungsberichte wäre daher interessant.