Die Schweizer haben also in einer Volksabstimmung entschieden, dass ihre Heimat auf Postkarten nicht mit Bosnien verwechselt werden soll. Deshalb nehmen sie ein Verbot vom Bau neuer Minarette in ihre Verfassung auf. So weit, so gut.

Mit dem islamischen Aufschrei aus den entsprechenden Ländern, wo Christen gar nichts dürfen und fleißig verfolgt werden, wollen wir uns gar nicht länger beschäftigen. Diese Reaktionen sind einfach nur lachhaft.

Viel interessanter sind die Reaktionen in der westlichen Welt. Wir wollen uns auch gar nicht damit beschäftigen, dass diese Wahlentscheidung gegen die Menschenrechte verstoßen soll, was einfach schwachsinnig ist, da die Religionsausübung überhaupt nicht eingeschränkt wird. Ein Recht auf Türmchenbau gibt es nicht einmal für ein Kind mit Bauklötzen.

Erstaunlicherweise wird dieses Votum allerdings tatsächlich als undemokratisch bezeichnet. Und man will sogar gerichtlich dagegen vorgehen. Sogar „das letzte Wort in dieser Angelegenheit“ sei noch nicht gesprochen. Da darf man doch mal fragen, was diese Bauchpinsel denn unter Demokratie verstehen. Den Schweizern wirft man ohne mit der Wimper zu zucken einen Rückfall ins Mittelalter vor und tritt gleichzeitig die Grundlagen der Demokratie, nämlich die Mehrheitsentscheidung, mit Füßen. Da mag man nur noch wie weiland Jesus ausrufen: Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht  was sie tun.