Ich wünsche allen Mitgliedern und Besuchern dieser Seite
frohe Weihnachtsfeiertage und einen erfolgreichen Übergang
ins Agenda-Jahr 2010.
Besonders sollten die Gedanken an die gehen, die im Augenblick im Rahmen der Bundeswehr im Ausland ihren Dienst verrichten und statt dem Weihnachtsmann im schlimmsten Fall den Staatsanwalt vor der Tür stehen haben….
Na dann guten Rutsch…..
Quasi wie die Jungfrau zum Kinde sind wir zu dritt zu einem Vortrag bei Die Linke zum Thema Antifaschismus gekommen. Zugegeben sehr ungewöhnlich, da Die Linke ja nicht gerade zum Fankreis der Bundeswehr gehört. Aber als überparteiliche Organisation sind wir natürlich auch in dieser Beziehung schmerzfrei.
Der Empfang gestaltete sich überaus freundlich. Bei Die Linke ist man direkt per Du. Auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir sind ja flexibel. Mit 16 Besuchern plus Referenten ausschließlich uns dreien war die Veranstaltung sogar ganz gut besucht. Es hat mich dann doch überrascht, dass Die Linke im Kreis Viersen so viele Anhänger hat.
Als Referent trat Daniel Wittmer aus Berlin auf, der bei Die Linke für die politische Bildung die Verantwortung trägt.
Einleitend wurden Zitate aus Thilo Sarrazins Interview im Lettre International gebracht. Als Beispiel für rechte Sprüche, ohne direkt Rechtsextremist zu sein. Erstaunlich war hier die Trennung von Duktus und Inhalt. Richtig ist, dass Thilo Sarrazin eine sehr rustikale Ausdrucksweise pflegt. Richtig ist aber auch, dass ihn in der Sache bisher noch niemand kritisiert hat, da die Zahlen und die Sachlage einfach für sich sprechen.
Dem Vortrag selber fehlte leider etwas der rote Faden. Daniel Wittmer hangelt sich mehr oder weniger am Programm der NPD entlang, die anscheinend das große Feindbild darstellt. Was niemand auffiel, war allerdings, dass die kritisierten Methoden usw. im Umkehrschluss auch für Die Linke gelten. Es kommt also auf die Perspektive an.
In erster Linie rechtes Denken wurde an verschiedenen Punkten festgemacht. Statt Nationalismus sagt man heute allerdings Chauvinismus. Dann waren da noch Rassismus, Ungleichbehandlung der Frau, Betonung der Ungleichheit der Menschen und irgendetwas, dass ich vergessen habe. Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen vielleicht? Spaßeshalber treffen alle diese Punkte auf den iranischen Präsidenten zu.
Womit ich noch zu einem speziellen Punkt komme, nämlich dem Antiislamismus. Eine Unterscheidung zu Islamkritik wurde leider nicht gemacht, weshalb ich nun davon ausgehen muss, dass ich bei diesem Thema von rechtem Denken beherrscht werde. Allerdings lässt es sich damit sehr gut leben.
Fazit, der Besuch hat sich gelohnt, um einmal die Herrschaften von Die Linke kennen zu lernen, wo allem, wie da so gedacht wird.
Ob die NPD dauerhaft als Feindbild taugt, darf bezweifelt werden. Eine 1,5% Partei auf dem absteigenden Ast stellt keine Gefahr für die Republik dar und kann auf Dauer auch nicht als Existenzberechtigung für Organisationen dienen, die vom Kampf gegen Rechts leben.
Eine kleine Bestätigung dazu lieferte die Kreisgruppe selber. Da wurde beklagt, dass Linke bei Wahlveranstaltungen angegriffen wurden und sich Rechtsextreme im Kreis mit Wehrsport betätigen würden. Die beiden Polizisten, die zur Sicherheit im Flur postiert waren konnten dies auf unsere Nachfrage nicht bestätigen. Von körperlichen Übergriffen war gar nichts bekannt und im Kreis seien lediglich ein paar Gotschaspieler ohne politischen Hintergrund aufgefallen. In Grefrath gebe es allerdings eine rechtsextreme Szene, was uns aufhorchen ließ. Doch gemach gemach, diese Szene besteht, entsprechend der Größe Grefraths, aus drei bis vier Mann. Also der übliche gesellschaftliche Bodensatz, der nicht gerade einen Millionenaufwand zur Bekämpfung rechtfertigt.
Off topic war ein Abstecher zur Rente mit 67. Für Daniel Wittmer ist es nur eine Frage der Umverteilung, damit man bei der Rente mit 65 oder darunter bleiben kann. Von erwirtschaften war dabei allerdings nicht die Rede. Geld kann man ja schließlich drucken.
Wir möchten alle Mitglieder der RK-Kempen daran erinnern, das am FREITAG, den 11.Dezember unsere Weihnachtsfeier stattfindet !
3. Oktober 2010 wird Deutschland seine Kriegsschulden aus dem I. Weltkrieg beglichen haben, meldet die RP
Die Lehre daraus ist, dass man Kriege nur dann führen sollte, wenn man sie auch gewinnt oder zumindest nicht verliert. Die logische Konsequenz wäre, langsam mal wieder deutlich aufzurüsten. So aus reiner Vorsicht.
Friedensnobelpreisträger Obama will weitere 30.000 Soldaten an den Hindukush senden.So weit so gut. Irgendwas muss ja passieren.Aber dass das Ganze in einer Niederlage enden wird…das will man offensichtlich nicht erkennen. Ich wäre auch froh über einen Sieg gegen Taliban und Al-Quaida Truppen…doch das ist meiner Meinung nach völlig irrealistisch ! Klar kann man über 2, 5 oder 9 Jahre eine militärische Überlegenheit darstellen und dadurch “Ruhe” in einige Regionen bringen…doch diese Leute, diese Gesellschaft und Anhänger dieser religiösen Gruppe werden und können warten. Sie werden nicht ausgelöscht werden… auch in 7 Jahren wird jeder Bauer eine AK 47 und einen Mörser für 150 Euro erwerben können…der Hass wird indes steigen…die zerklüftete Region nicht beherrschbarer. An dieser Nuss ist nicht nur Alexander der Grosse gescheitert…es gibt für die westliche Welt auch keinen Grund diese Nuss zu knacken….ohne ”hunderttausende Tote” zu akzeptieren. Wo liegt der Sinn in diesem Einsatz ? Wenn alle Milliarden Euro und Dollar die dort verschwendet werden in den Schutz hierzulande investiert würden würde nicht einmal mehr eine Maus in die EU oder die USA eindringen können ! Und wir reden nicht nur über Milliarenden..sondern wenn wir noch ein paar Jahre weiter gehen sicher über mehr als eine Billiarde Dollar ! Diese Krieg ist langfristig NICHT zu gewinnen…fällt morgen Afghanistan laufen die Kämpfer in die Nachbarländer…und dann ? Afghanistan ist doch gar nicht mehr das zentrale Problem der Zukunft….es ist Pakistan ! Der Nordwesten ist vogelfrei ! Keine staatliche Organisation (auch nicht das pakist.Militär wird da Erfolg haben). Nun muss die BRD sicher weitere Soldaten entsenden…mit mehr Verlusten…für das Ergebnis NULL ! Ich bin mittlerweile für einen totalen Rückzug aller deutschen Truppen aus diesem Gebiet ! Wir sollten uns um die EU und die EU Grenzen kümmern…denn die Gefahr für uns liegt nicht in Fernost..sondern gaanz nah vor der Haustür….und auch im INLAND… DA liegen die zukünftigen Fronten wenn wir so weiter machen wie bisher !
Mit einem gemässigtem Gruss
AL
Die Schweizer haben also in einer Volksabstimmung entschieden, dass ihre Heimat auf Postkarten nicht mit Bosnien verwechselt werden soll. Deshalb nehmen sie ein Verbot vom Bau neuer Minarette in ihre Verfassung auf. So weit, so gut.
Mit dem islamischen Aufschrei aus den entsprechenden Ländern, wo Christen gar nichts dürfen und fleißig verfolgt werden, wollen wir uns gar nicht länger beschäftigen. Diese Reaktionen sind einfach nur lachhaft.
Viel interessanter sind die Reaktionen in der westlichen Welt. Wir wollen uns auch gar nicht damit beschäftigen, dass diese Wahlentscheidung gegen die Menschenrechte verstoßen soll, was einfach schwachsinnig ist, da die Religionsausübung überhaupt nicht eingeschränkt wird. Ein Recht auf Türmchenbau gibt es nicht einmal für ein Kind mit Bauklötzen.
Erstaunlicherweise wird dieses Votum allerdings tatsächlich als undemokratisch bezeichnet. Und man will sogar gerichtlich dagegen vorgehen. Sogar „das letzte Wort in dieser Angelegenheit“ sei noch nicht gesprochen. Da darf man doch mal fragen, was diese Bauchpinsel denn unter Demokratie verstehen. Den Schweizern wirft man ohne mit der Wimper zu zucken einen Rückfall ins Mittelalter vor und tritt gleichzeitig die Grundlagen der Demokratie, nämlich die Mehrheitsentscheidung, mit Füßen. Da mag man nur noch wie weiland Jesus ausrufen: Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.