Aus: http://de.rian.ru/safety/20090317/120604799.html

MOSKAU, 17. März (RIA Novosti). Russland wird im Dezember ein mit den neusten strategischen RS-24-Raketen ausgerüstetes Regiment in den Dienst stellen.

Das teilte Nikolai Solowzow, Befehlshaber der Strategischen Raketentruppen, am Dienstag in Moskau mit. „Nach dem Ablauf des START-1-Vertrags am 5. Dezember 2009 wird ein RS-24-Regiment in Dienst gestellt.“ Eine jede RS-24-Rakete ist mit einem Mehrfachgefechtskopf mit jeweils vier Ladungen ausgestattet.

Nach seinen Worten stehen den Strategischen Raketentruppen bereits sechs Typen der Raketensysteme der 4. und der 5. Generation zur Verfügung. Vier davon (RS-18 Stilett, RS-20B, RS-20B Wojewoda und RS-12M2 Topol-M) haben einen festen Standort, die beiden anderen RS-12M Topol und RS-12M2 Topol-M sind mobil.

Die Rakete RS-24 wurde im Moskauer Institut für Wärmetechnik unter Leitung des Generalkonstrukteurs Juri Solomonow auf der Basis des Raketensystems Topol-M entwickelt. Die neue Rakete soll die inzwischen bereits veralteten Interkontinentalraketen RS-18 und RS-20 ersetzen und künftig gemeinsam mit Topol-M (Einfachsprengkopf) die Grundlage der Offensivwaffen der Strategischen Raketentruppen bilden.

Zuvor hatte Solowzow bereits mitgeteilt, dass die RS-24-Rakete weder gegen den START-1-Vertrag noch gegen die anderen internationalen Vereinbarungen verstöße.

Kommentar

Die SED/PDS/Die Linke wird diese „Nachrüstung“ sicherlich begrüßen und den „Agressor“ NATO verantwortlich machen. Es ändert sich aber nichts an dem Umstand, dass die historisch etwas kurzsichtigen dachten mit dem Ende des Kommunismus wären auch alle Probleme mit Russland gelöst. Russland betreibt seit über 1000 Jahr dieselbe Außenpolitik. Es ging immer um die Erweiterung des Einflussbereiches, vorzugsweise mit militärischen Mitteln. Völlig egal, ob sich das Staatsoberhaupt Zar, Vorsitzender des ZK oder Präsident nannte. Noch ist es Zeit sich zu überlegen ob wir da nicht etwas voreilig zu viel abgerüstet haben.