Langsam kommt es mir schon etwas wie Leichenfledderei vor, heute noch über den Klimawandel zu schreiben. Bei -23 Grad in Berlin kommen auch immer mehr Politikern Zweifel, ob sie auf das richtige Pferd gesetzt haben. Wäre jetzt auch einmal etwas anderes, statt einer Klimakonferenz im immer angenehm warmen Bali mal eine kurzfristig in Berlin abzuhalten. Aber Scherz bei Seite.
Da wird doch tatsächlich berichtet, dass 2008 das 8. wärmste Jahr in diesem Jahrtausend gewesen ist. Das kann man natürlich als Indiz für eine Klimaerwärmung nehmen. Anders herum betrachtet bedeutet es aber auch, dass alle anderen Jahre noch wärmer waren. Die Tendenz ist also so oder so fallend. Das Klima erwärmt sich also obwohl die Temperaturen sinken? Hoffentlich spielt Putin nicht noch mehr mit dem Gashahn, denn wenn schon nichts mehr aus der Klimaerwärmung wird sollten wenigstens unsere Buden warm bleiben.
Doch etwas überraschend muss man feststellen, dass die Berichterstattung unserer Medien, im mal wieder heißen Nahostkonflikt, nicht ausschließlich pro Palästinensisch ist. Tatsächlich wird immer öfter auch mal auf die Probleme der Israelis mit ihren netten Nachbarn hingewiesen. Wenn denn nun auch noch unsere Politiker begreifen, dass das einseitige Eindreschen auf Israel die Probleme nicht lösen wird, kommt man vielleicht doch einmal auf einen Plan der eine Chance hat.
Die Faktenlage ist auch eigentlich erdrückend, sofern man sie denn wahrnehmen will. Seit dem Rückzug der Israelis aus dem Gazastreifen im Jahre 2003 haben die Palästinenser über 6000 Raketen auf Israel abgeschossen. Dabei gab es ein paar Tote, viele Verletzte und Verstümmelte. Eine eigenartige Bilanz für einen Waffenstillstand. Da soll man wirklich nicht zum Zyniker werden? Aber Israel hat es erduldet bis die Hamas auch noch diesen, praktisch nicht eingehaltenen, Vertrag gekündigt hat und sogar noch anfing mit Raketen größerer Reichweite zu schießen. Wenn man einen Strich unter die palästinensischen Provokationen zieht kommt einem die israelische Reaktion schon eher moderat vor.
Israel hatte keine Alternative zu diesem Angriff. Auf solche Ideen können auch nur westliche Politiker kommen, die in ihren eigenen Staaten weder die Finanz-, noch die Gesundheits-, noch die Renten- und schon gar nicht die Einwanderungspolitik im Griff haben. Eine Farce, was sich europäische Politiker derzeit erlauben anstatt dem einzigen Rechtsstaat der Region den Rücken zu stärken.
Ist die Misere überhaupt zu lösen? Natürlich, aber dies würde Mut erfordern. Europa hat dabei wenige, aber wirksame Mittel. Die einfachste und sicherste Methode wäre den Palästinensern den Geldhahn zu zudrehen. So lange für eine Patrone für ein AK 47 in Gaza mehr als 10 mal so viel bezahlt wird wie bei Frankonia, kann etwas nicht stimmen. Ein mehr als deutliches Indiz dafür, dass die Hamas mit unseren Hilfsgeldern etwas ganz anderes macht als wofür es gedacht ist. Dazu noch einen ordentlichen Druck auf die anderen Sponsoren der Gewalt im Iran, in Syrien und Saudi Arabien und schon werden pragmatische Palästinenser am Verhandlungstisch sitzen.
Derzeit sollten unsere Politiker also erst einmal abwarten bis Israel mit der Hamas fertig ist. Denn die völlige Zerschlagung dieser Organisation ist letztendlich das Ziel dieser Offensive. Ist dies überhaupt möglich? Eine reguläre Armee gegen Guerillakämpfer? Selbstverständlich und nur militärische Laien glauben an die chronische Unterlegenheit normaler Soldaten. Diese haben aber die bessere Ausbildung, vielleicht sogar die bessere Ausrüstung aber auf jeden Fall die bessere Aufklärung. Die Verluste der IDF sprechen da aktuell eine deutliche Sprache, besonders wenn man sie mit der Offensive gegen die Hisbollah vergleicht. Die IDF hat ihre Lektionen gelernt. Entscheidend wird aber nicht die physische Vernichtung der Hamasanhänger sein, sondern der Vertrauensverlust in den eigenen Reihen. Wer gehört schon gern zu einer Truppe von Verlierern? Egal welche Propaganda die Hamas noch anwendet, an einem Punkt kommt sie nicht vorbei, sie hat den israelischen Streitkräften nichts entgegen zu setzen und mit der Kündigung der Waffenruhe den Kampf auch schon verloren. Ein klarer Fall von Selbstüberschätzung.
Hier eine Hilfe zu Einordnung der Grösse des umkämpften
Gebietes….
