„Der neue Chef des Bundeswehrverbands Ulrich Kirsch fordert Gespräche mit den gemäßigten Taliban in Afghanistan. Der Vorsitzende der Soldatengewerkschaft hält Verhandlungen mit den früheren Machthabern in Kabul für unerlässlich. Nur so könne dem Fundamentalismus am Hindukusch der Boden entzogen werden.“ Können wir heute, 18.12.2008 bei Welt-online lesen.

Unabhängig davon, dass sich die Taliban bisher als ziemlich standfest erwiesen haben, um es einmal positiv auszudrücken, ist es schon bodenlose Dummheit mit solchen Zielen an die Öffentlichkeit zu gehen. Das tut man nur, wenn man dieses Ziel definitiv nicht erreichen will, da sich der Gegner darauf einrichten kann und sicherlich auch wird.

Dann hätte ich auch gerne gewusst, ob sich die Ziele der gemäßigten Taliban denn wesentlich von denen der maßlosen Taliban unterscheiden. Sollte das Ergebnis auch wieder eine Liste lächerlicher Verbote und die Unterdrückung von Frauen sein sollte man auf die Gespräche verzichten, um wenigstens nicht die eigene Sache zu verraten.



One Response to “Von allen guten Geistern verlassen?”
  1. 1
    alendeckel Says:
    12:14

    Mit diesen Islamextremisten reden zu wollen sieht für mich wie ein Eingeständnis aus die Sache nicht unter Kontrolle zu bekommen…lösen zu können. Ein böses Signal an die Taliban.
    Mit solchen Leuten kann und sollte man nicht verhandeln – sie würden eh alle linken und nach Abzug wieder ihr Spiel von neuem beginnen.

    Nein man muss wohl doch offensiv und mit allen Mitteln, wenn man schon diesen Einsatz macht, an die Sache herangehen…Gelder und Truppen aufstocken, diese mit entsprechenden Mandaten und Material ausrüsten und auch mit der Gefahr eigener Verluste sagen wir machen jetzt auch mal ernst..bis es für die Taliban heisst: “Game Over”.

    Es kann nicht sein das sich die Welt- und Wertegemeinschaft über mehr als eine Dekade von denen auf dem Schlips rumtanzen lässt um hinterher vielleicht doch wieder ohne Ergebnis zurückziehen wird…dafür war das bisherige Engagement zu kostspielig und hat zu viele eigene Leute gekostet. Diese Leute sollten nicht ewig den Nimbus der “Unbesiegbarkeit” aufrechterhalten können…auch wenn die Geschichte gezeigt hat das alle Eroberer und Besatzer gescheitert sind. Vielleicht sollte man den Status-Quo (ante) mal neu definieren….

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