„Der neue Chef des Bundeswehrverbands Ulrich Kirsch fordert Gespräche mit den gemäßigten Taliban in Afghanistan. Der Vorsitzende der Soldatengewerkschaft hält Verhandlungen mit den früheren Machthabern in Kabul für unerlässlich. Nur so könne dem Fundamentalismus am Hindukusch der Boden entzogen werden.“ Können wir heute, 18.12.2008 bei Welt-online lesen.
Unabhängig davon, dass sich die Taliban bisher als ziemlich standfest erwiesen haben, um es einmal positiv auszudrücken, ist es schon bodenlose Dummheit mit solchen Zielen an die Öffentlichkeit zu gehen. Das tut man nur, wenn man dieses Ziel definitiv nicht erreichen will, da sich der Gegner darauf einrichten kann und sicherlich auch wird.
Dann hätte ich auch gerne gewusst, ob sich die Ziele der gemäßigten Taliban denn wesentlich von denen der maßlosen Taliban unterscheiden. Sollte das Ergebnis auch wieder eine Liste lächerlicher Verbote und die Unterdrückung von Frauen sein sollte man auf die Gespräche verzichten, um wenigstens nicht die eigene Sache zu verraten.
Obwohl der Angriff auf den Passauer Polizeichef eigentlich zu verurteilen ist, hat man mehr den Eindruck, dass sich Medien und Politik darüber freuen. Dort herrscht mehr die Stimmung, endlich mal ein Fall von rechter Gewalt, über den man berichten kann. Genau darin liegt aber auch der Knackpunkt. Wenn man sich so darüber freut und den Fall so breit tritt und direkt mit einem Parteiverbot daher kommt, kann es mit der rechten Gewalt nicht weit her zu sein. Bei linker Gewalt, wie erinnern uns an den G8 Gipfel mit 130 verletzten Polizisten, oder auch Migrantengewalt, gerade wurde in Berlin ein Polizist niedergestochen, reagiert keiner mehr. Da kommt keine Presse und schon gar kein Ministerpräsident. Erklären kann ich das ja, aber falsch ist es trotzdem. In allen Fällen muss der Staat mit der selben Härte durchgreifen. Eilt aber nicht, denn unglaubwürdig ist er eh schon geworden.
Verzweifelt habe ich versucht einmal rauszubekommen, wie viele Menschen denn in Deutschland tatsächlich noch real zum Bruttosozialprodukt beitragen. Also diejenigen, die wirklich noch etwas produzieren. Sprich, die Gesamtzahl der Beschäftigten – der Beamten, – der Angestellten des öffentlichen Dienstes, – Berufspolitiker, – alle möglichen Dienstleister, Lobbyisten usw. Übrig bleiben hätten dann Bäcker, Maurer, Tischler, Dreher, Schweißer usw. sollen. Leute, die richtig etwas mit ihren Händen und Köpfen schaffen. Pech gehabt, das herauszufinden wäre wohl ein Vollzeitjob. Wahrscheinlich ist die Zahl auch ein Staatsgeheimnis, weil diese Handvoll Menschen sonst augenblicklich streiken würden.