Man kann es umfassend beschreiben, oder aber auch kurz machen. Heute also nur eine Zusammenfassung des sicherheitspolitischen Seminars am 20. November in Mönchengladbach.

Die Organisation war ok und die Referenten in Person von MdB Winfried Nachtwei von den Grünen, Rolf Tophoven als Direktor des Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik sowie Polizeidirektor Walter Dederich auch kompetent und afghanistankundig.

Alle Referenten bemängelten den Mangel an Personal für die verschiedenen Aufgaben und das mangelnde Engagement der Politik. Dazu wurde auch durchgehend mehr Geduld und Zeit gefordert, wobei Herr Nachtwei allerdings auch ein absehbares Ende forderte. Konkrete Lösungsvorschläge machte aber keiner der Herren. Die einzige Konkrete Anregung oder Forderung kam von Winfried Nachtwei. Im fehlt in Deutschland ein „Gesicht“ für Afghanistan. Gemeint ist damit quasi ein Sonderbeauftragter der Regierung, der mit einem aus allen Ressorts zusammengesetzten Stab alle Belange für Afghanistan koordiniert. Die Reibungsverluste sind derzeit wohl extrem.

Walter Dederich stellte korrekt fest, dass Demokratie eben noch nicht satt macht. Auf meine Frage welche der Wiederaufbaumaßnahmen, deren Verstärkung ja ständig gefordert wird, denn auch nach einem Abzug der Helfer Einkommen generiert, von dem man eine Familie ernähren könnte, erfolgte keine Antwort. Dies lässt den Verdacht aufkommen, dass sich darüber noch niemand Gedanken gemacht hat, die NGOs davon überhaupt keine Ahnung haben oder dies vielleicht auch gar nicht gewünscht ist. Für NGOs ist es ja auch optisch viel schöner Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten zu bauen oder Brunnen zu bohren als sich mit so profanen Dingen wie unabhängig machenden Arbeitsplätzen zu beschäftigen. Es liegt in der Natur der Sache, wer macht sich schon gerne selber überflüssig. NGOs brauchen Dauerbaustellen.

Fazit des Abends war jedenfalls, wir sollen weitermachen. Da darf man doch mal hoffen, dass bald mal ein Konzept entwickelt wird, wie man denn zu einem definierten Ziel gelangt.



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