Immerhin haben es selbst die deutschen Medien einmal fertig gebracht auf breiter Front über die Steinigung einer 13 Jährigen in Somalia zu berichten. Die Parteien, selbst die Grünen, die sonst bei jedem Piep ihren Senf dazu geben, schweigen wieder einmal sehr beredt, was uns über ihren wahren Charakter belehrt. Nicht unerwartet, aber von den Deutschen nicht wahrgenommen, ist auch das Schweigen der islamischen Verbände. Soweit mir bekannt läuft derzeit kein Integrationsgipfel, so dass man sich mit dem Thema beschäftigen könnte und endlich einmal ein äußeres, ja sogar ein internationales Zeichen setzen könnte, wenn man es denn mit den Menschenrechten und der Integration ernst meint. Aber auch dieses Schweigen kommt nicht von ungefähr. Nach einer Umfrage des Figaro vom 07.11.08 sind nur 31% (eventuell alles Frauen?) der Mohammedaner der Meinung, dass die Sharia in Europa nicht angewandt werden sollte. Wir dürfen also davon ausgehen, dass auch die Steinigung Minderjähriger bei uns „toleriert“ wird. Seid gewiss, es findet sich irgendein Versteher, der auch das noch als Fortschritt deklariert. Schlecht wird wahrscheinlich nur, wer zufällig auch Kinder in dem Alter hat.


Wenn man aktuell nach Hessen schaut wird einem schon gruselig. Da verhalten sich vier Abgeordnete genau so, wie es das Gesetz verlangt. Sie folgen ihrem Gewissen, frei nach dem Grundgesetz. Dafür fallen nicht nur die eigenen Parteigenossen über sie her sondern die Medien gleich mit. Man muss schon bewusst lesen, damit einem nicht nur die Titulierung Verräter auffällt, was schon eine Wertung beinhaltet sondern auch wer denn da so alles zitiert wird oder zu Wort kommt. Was interessieren uns in diesem Zusammenhang die Kommentare aus Niedersachsen oder Berlin? Oder gar von der Mauerschützenpartei? Nichts! Wir sollten lieber aus Scham die Augen senken, denn wer von uns hätte den Mut zu so einem Schritt aufgebracht? Wie schwer es für diese vier war vor die Presse zu treten konnte man sehen. Da waren die Knie weich, aber sie haben durchgehalten. Das mit der Perspektive des politischen Endes und im einen oder anderen Fall auch des vorerst ökonomischen Aus, denn für Berufspolitiker ist ohne die eigene Partei nicht mehr viel drin, ist schon bewundernswert.

Sag, wie hälst Du es mit der Demokratie? Ja, genau so! Die SPD täte gut daran diese vier zu befördern statt zu verjagen. Derzeit sind sie die einzig Glaubwürdigen in der ganzen Parteienlandschaft. Der Rest scheint dagegen sehr gerne dem Fraktionszwang oder anderen Formen der Unterdrückung zu frönen.


Die Befragung des Gewissens ist ja mittlerweile sogar in der Politik wieder Mode geworden. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend über die Grenzen von Hessen fortsetzt. Nachdem ich dann einiges über Moscheeneubauten gelesen habe, so in Berlin, Bonn, Duisburg und Köln, habe ich auch mein Gewissen befragt. Dabei musste ich feststellen, dass ich nach heutiger Lesart mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (moderner journalistischer Ausdruck für die Umschreibung des Wortes „garantiert“) als intolerant und wohl auch rechtsextrem gelte, weil ich nicht erkennen kann wozu jede islamische Glaubensrichtung auch noch eine eigene Moschee braucht, deren integrationsfördernder Charakter mir verschlossen bleibt.

Aus meiner Sicht bin ich aber ein gemäßigter Rechtsaußen, da ich weder an Demos gegen Moscheen teilnehme noch Jagd auf die Anhänger des Propheten mache. Wer mich trotzdem für einen hoffnungslosen Fall hält, den Bitte ich doch einmal mit folgendem T-Shirt durch Riad oder Alternativ Islamabad, Kairo, Kabul, Teheran, Tunis, Algier, Istanbul, Djakarta, Damaskus, Beirut, Sana’a, Dubai oder ganz einfach Berlin Kreuzberg zu gehen.

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Der Versuch könnte allerdings enden wie die Szene mit den tanzenden Leuten auf dem Dach des Wolkenkratzers in dem Film Independence Day.

Da merkt man doch schnell, wie klein die tolerante Welt ist. Frage ist nur, wann Deutschland in meiner Liste auftaucht.

PS: Nigeria, Sudan und Somalia sind übrigens absolute Geheimtipps. Bei der dortigen Analphabetenquote hat man eine echte Überlebenschance.