Zur Abwechslung müssen wir uns aus aktuellem Anlass mal mit einem ganz anderen Thema beschäftigen.
Die weltweite Finanzkrise wird besonders von den linken und sozialistischen Superökonomen dem Raubtierkapitalismus angelastet. Dabei gehe ich mal davon aus, dass die das wirklich glauben und somit haben wir auch den Beweis, dass die Herrschaften von Ökonomie von jeglicher Sachkenntnis unbelastet sind. Es wäre aber auch zu schön gewesen.
Nun zum wirklichen Leben und schon wird es relativ kompliziert. Die aktuelle Krise war mit Ansage. Schon seit Jahren wächst die Geldmenge schneller als die Wirtschaftsleistung. Davor haben Finanzstrategen auch schon seit einiger Zeit gewarnt. Das Ergebnis war ein typische Finanzblase, die konsequenter Weise irgendwann platzen musste. Für die Geldmenge sind allerdings die Notenbanken, mit der jeweiligen Regierung im Hintergrund, zuständig. Wenn also Staaten fröhlich Scheine drucken, ohne dass dahinter ein erwirtschafteter Wert steht, muss zwangsläufig irgendwann einmal eine Wertkorrektur erfolgen. So was nennt sich dann Rezession.
Diese Situation haben wir gerade. Auslöser war die Immobilienkrise in den USA. Wie hoch ist aber der tatsächliche Wertverlust? Setzen wir mal den Wert einer durchschnittlichen amerikanischen Holzbude mit 200.000,- € an. Zweitens gehen wir mal von 10.000 betroffenen Objekten aus. Würden diese Häuser alle abbrennen, also als Totalverlust zu werten sein, kämen wir auf einen Schaden von 2 Mrd. Nun stehen die Hütten aber noch und haben demnach wahrscheinlich auch irgendeinen Wert. An diesem Punkt muss mir dann mal jemand erklären, wozu das Rettungspaket über 700 Mrd $ gut sein soll. Denn sicherlich gingen nicht alle Kredite, egal ob Immobilien oder Konsum, über 200.000,-€ und es sind auch keine 10.000 Eigenheime betroffen.
Den Grundstein für die Krise haben die Notenbanken / Regierungen mit ihren zu niedrigen Zinsen gelegt. Da ist es schäbig nun den Banken die Schuld zu geben. Nach IKB, KFW und Hypo Real Estate sollte der Staat, bzw. unsere Politiker lieber die Finger von der Bankenwelt lassen. Dort saßen die besonders großen Schreier wie z.B. ein gewisser Herr Lafontaine nämlich im Aufsichtsrat. Gesichtet hat er im Vorfeld anscheinend kein Problem, weshalb wir jetzt auch getrost auf seinen Rat verzichten können.
Der Staat bzw. seine Akteure sollten also besser die Finger von der Finanzwelt lassen. Alle Garantien müssen die Bürger sowieso aus eigener Tasche bezahlen. Traurig ist nur, dass die Renditen für die ach so empfohlenen privaten Altersvorsorgen in diesem Jahr wohl deutlich schrumpfen werden. Ob wegen tatsächlicher Verluste oder weil die Versicherer nur die Gunst der Stunde nutzen sollte einmal geprüft werden.