In der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post gab es mal wieder einen geschickten Versuch der Manipulation. Veröffentlich wurden Zahlen von Human Rights Watch über zivile Opfer durch alliierte Luftangriffe in Afghanistan. Unausgesprochen dahinter der Vorwurf, dass die USA keine Rücksicht auf Zivilisten nehmen und durch die Opfer den Ruf der Alliierten verschlechtern und deshalb besser auf Luftangriffe verzichten sollte.
Zur vollen Wahrheit fehlen aber wieder einmal vorsätzlich einige Informationen. HRW liefert nämlich noch mehr Zahlen. In 2006 standen 321 zivilen Opfern durch alliierte Truppen 950 durch die Taliban gegenüber. In diesem Jahr waren es bis Juli 119 durch ISAF und OEF und 367 durch die Taliban. Die Afghanen wissen auch sehr genau, dass die zivilen Opfer durch die Alliierten nicht vorsätzlich getötet werden, was bei den Taliban nicht zutrifft. Außerdem sind den Taliban die Verluste zu zurechnen, die durch provozierte Angriffe mit vorsätzlich herbeigeführten Opfern entstehen. In der Taliban Bilanz erscheinen ebenfalls nicht die zum Zwecke der Terrorisierung Ermordeten, die oft genug aus Angst nicht gemeldet werden. Durch manipulierte Pressemeldungen hat so selbst ein afghanischer Analphabet ein besseres Lagebild als ein deutscher Zeitungsleser.