„Jung verhindert Blutrache an Deutschen in Kunduz!“ steht allen Ernstes bei Weltonline. Hintergrund ist der noch nicht aufgeklärte Tod von einer Frau und zwei Kindern bei einem Zwischenfall an einem Checkpoint. Will die „Welt“ tatsächlich versuchen den bodenlos schlechten Ruf des Ministers zu retten? Das Leben eines Mannes kostet in Afghanistan 4.000,- $, so die aktuelle Schadensersatzsumme. Eine Frau und Kinder natürlich etwas weniger. Das weiß die Truppe vor Ort auch und hätte die Summe problemlos zahlen können. So stellt sich die Frage, wie viel denn der Minister aus dem fernen Hessen auf den Tisch hat legen lassen. Persönlich wird er ja wohl nicht ins Portemonnaie gegriffen haben.
Immerhin hat sich die Welt in ihrem Bericht entschlossen, dass der Hauptfeldwebel gefallen ist und nicht verstorben. Vielleicht nennt die Bundesregierung den Einsatz in Afghanistan dann auch bald mal Krieg und nicht bewaffneten humanitären Einsatz.
Es gibt aber auch positive Nachrichten aus Afghanistan. Die für den Kajaki Staudamm benötigte Turbine ist unter Einsatz von 5000 Briten, 1000 Alliierten und 1000 afghanischen Soldaten eingetroffen. Schon seit langer Zeit versuchen die Taliban das Projekt zu sabotieren, da es einen bedeutenden Fortschritt für die Bevölkerung bedeutet. Ca. 1,9 Mio Menschen können damit zuverlässig mit Strom versorgt werden. Daher stand auch der Konvoi unter ständiger Bedrohung. Etwa 200 Mann verloren die Taliban bei ihren Angriffen, was die Bedeutung des Projektes unterstreicht. Eigene Verluste waren dabei nicht zu verzeichnen. Der Vorgang beweist einmal mehr, dass Aufbauarbeit ohne militärische Sicherheit nicht möglich ist. Des weiteren sollten unsere Friedenstauben einmal zur Kenntnis nehmen, dass es sich nicht lohnt mit den Taliban zu verhandeln. Es geht ihnen nicht um das Wohl der Menschen sondern um deren Beherrschung, egal unter welchen Bedingungen.
Kaum, dass es in Afghanistan einmal zivile Opfer unter der Beteiligung deutscher Soldaten gegeben hat, heult die ganze linke Szene auf. Eigentlich logisch, dass ein solcher Fall lediglich eine Frage der Zeit war. Hinterfragt wird wieder einmal gar nichts, sondern nur instrumentalisiert. Dabei lohnt es sich ausgesprochen einmal näher hin zu schauen. Auffällig ist schon allein der Zeitpunkt, so kurz vor der Mandatsverlängerung. Dem kundigen Beobachter ist schon bekannt, dass sich in jedem Jahr, wenn es um die Verlängerung geht auch die Zwischenfälle häufen. So gesehen also keine wirkliche Überraschung. Nächster auffälliger Punkt das Verhalten des afghanischen Fahrers. Die Afghanen kennen das Prozedere genau und wissen, wie sie sich verhalten müssen. Was mag also den Fahrer in diesem Fall dazu bewogen haben ein solches Risiko einzugehen? Wenn man afghanische Gewohnheiten kennt wird man spätestens bei den Opfern misstrauisch. Frauen steuern in Afghanistan kein Auto sondern sitzen immer hinten, wenn nicht sogar auf der Ladefläche. Ebenso die Kinder. Wieso hat also der Fahrer überlebt und Frau und Kinder starben? Alles nur Zufälle?
Das Ganze sieht verdammt nach einer für die Taliban typischen Medienfallen aus. Die Reaktion der deutschen Presse könnte aus dieser Sicht auch nicht besser ausfallen. Im westlichen Denken ist es einfach unmöglich sich vorzustellen, dass dort bewusst Frauen und Kinder für die „Sache“ geopfert werden. Solcher Zynismus ist hier einfach unbekannt, da auch die Stellung der Frau im Islam gänzlich ignoriert wird. Da müssen einige Herrschaften noch viel lernen.