Israel trauert um zwei tote Soldaten und die arabische Welt, zuvorderst die Hisbollah mit ihrem Chef Nasrallah, feiern Freudenfeste über die Rückkehr ihrer fünf Terroristen. Nach den 199 toten Palästinensern, die auch übergeben wurden, kräht kein Hahn. Nichts mit würdigem Empfang und ehrenvoller Beisetzung. Aber eine partygleiche Begrüßung auf dem Flughafen von Beirut durch den libanesischen Präsidenten für die fünf Killer.

Der Star unter ihnen ohne Zweifel Samir Kuntar, der sich dadurch hervorgetan hat, am 22. April 1979 Dani Haran und seine vierjährige Tochter Einat bei einem Überfall zu entführen. Als Samir Kuntar und seine Bande gestellt wurde erschoss er vor den Augen des Mädchens den wehrlosen Vater und zertrümmerte anschließend den Kopf des Kindes mit seinem Gewehrkolben. Andere Länder andere Sitten. Für diese „Heldentat“ wird Samir Kuntar in seinem Kulturkreis verehrt.

Da frage ich mich dann doch, ob die Mentalität der Flüchtlinge aus diesem Kulturkreis, die bei uns aufgenommen wurden, so viel anders ist.