Der Ton gegenüber Altbundespräsident Herzog ist rüde geworden, was als Zeichen dafür gelten darf, dass er einen wunden Punkt getroffen hat. Doch hat die Ausbeutung der noch verbliebenen Jüngeren sicherlich eine Grenze, irgendwo wird der Punkt erreicht sein, wo diese sich zur Flucht, sprich Auswanderung, entschließen werden. Und dann können alle Sommers, Geisslers und Lafontaines noch so zetern, wenn selbst die Krümel vom Kuchen gegessen sind gibt es eben nichts mehr zu verteilen. Zu Recht prangert Roman Herzog die Tatenlosigkeit der Politiker an. Zu der fatalen demographischen Entwicklung kommt noch die Staatsverschuldung, die trotz Aufschwungs wegen der Maßlosigkeit der Regierenden weiter wächst. Auf Dauer wird sich also die Rente nicht einmal aus Steuermitteln finanzieren lassen. Das Bruttosozialprodukt lässt sich auch nicht einfach mal eben steigern. Jahrzehntelange verfehlte Wirtschafts- und Bildungspolitik haben schon Lücken wie bei der Demographie hinterlassen. Aus Berlin ist nicht einmal das kleinste Signal zu einer überfälligen Wende zu erkennen. Im Januar 1914 hat auch Kaiser Wilhelm gedacht, dass sein Reich immer so weiter bestehen würde. Vier Jahr später war er schlauer.
Kaum sind die Kältetoten in Afghanistan, China, Kanada und den USA, die RP berichtete, beerdigt, wird in Deutschland schon wieder die Klimasau durchs Dorf getrieben. Diesmal ist es Wolfgang Kusch vom DWD, dem wir die Weisheit zu verdanken haben, dass sich seit dem Klimaoptimum der Mittelalters und der kleinen Eiszeit bis Anfang der 19. Jahrhunderts das Klima weiter wandelt. Leider bezieht auch er seine Weisheiten nur aus Computerberechnungen und nicht aus Messungen. Während Deutschland, zum Glück bei den Energiepreisen, ein milden Winter erlebte, erstarrten andere Staaten der nördlichen Hemisphäre im Frost. Selbst in Bagdad hatte es seit Menschengedenken zum ersten Male wieder geschneit. Der globale Temperatursturz im Januar von 0,6 Grad ging nicht nur an Deutschland sondern auch an seiner Presse vorbei. Weder Meteorologen noch Klimatologen haben dies vorausgesagt, aber dass die Temperaturn bis 2100 um 2-4 Grad steigen werden, da sind sie sich ganz sicher.