Es gibt wohl kaum eine zweite so verpfuschte Lage wie die im Kosovo. Die Unabhängigkeitserklärung der Kosovo Albaner war zu erwarten und ohne Zweifel sind die Serben durch ihren Krieg im Jahre 1999 auch Auslöser dieser Misere. Dennoch taugen Bauchgefühle nicht für politische Entscheidungen. Der Kosovo ist als Staat nicht alleine lebensfähig. Auf diesem Umschlagplatz für Drogen und Menschenhandel  kann man kein tragfähiges System errichten und andere stabile Einnahmequellen sind nicht in Sicht. Die hastige Anerkennung des Kosovo durch verschiedene Staaten beweist lediglich, dass man des Themas überdrüssig ist. Ein solider Autonomiestatus wäre die bessere Lösung gewesen, was den Kosovaren sicherlich nicht leicht gefallen wäre, aber durchaus vermittelbar. So wurde ein weiteres Milliardengrab für die EU geöffnet.


Gerade erst haben wir erfahren, dass die Steuerzahler für Verluste in Milliardenhöhe aufkommen müssen, die total unfähige Experten in staatlichen Banken mit hochriskanten Spekulationen verursacht haben.  Bevor dieser Skandal aber so richtig ins Bewusstsein kommen konnte, gelang es dem BND glücklicherweise eine CD mit den Daten von Steuersündern zu erwerben. Ein Schelm, wer Böses bei diesem Timing denkt. Jeder kann sich aber ausrechnen,  dass es billiger gewesen wäre den Banken zeitig auf die Finger zu hauen als ein paar Millionen bei Steuersündern einzutreiben. Aber so eine Neiddebatte ist viel schicker und lenkt von der Unfähigkeit der Politik ab.