Nun sollen als Soldaten der Bundeswehr norwegische Soldaten ersetzen, die bislang im Norden die „Feuerwehr“ gestellt haben. Sofort finden sich neue Wortschöpfungen. Von einer Kampfgruppe ist nun die Rede. Als wenn das Personal, das bisher in Afghanistan Dienst getan hat nur Pfadfinder in Flecktarn gewesen wären. In der Praxis wird man wohl ein Infanteriebataillon auswählen, das die gestellte Aufgabe erfüllen kann. Nur käme in Deutschland niemand auf die Idee jedes Bataillon, das auch kämpfen kann, als Kampfgruppe zu bezeichnen. Verbale Dramatisierung für Leien. Pflichtschuldigst stellt Herr Nachtwei auch wieder Forderungen. Dabei wäre es wirklich an der Zeit, wenn man die Soldaten einmal ihren Job machen lässt für den sie da sind und sie nicht ständig mit Auflagen gängelt. Herr Nachtwei nimmt für sich ja auch das Recht in Anspruch über Dinge zu reden, die nicht in sein Ressort fallen. Wieso sollten sich Soldaten dann partout an Grenzen halten, die in der Wüste überhaupt nicht sichtbar sind. Irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Herr Nachtwei in der Praxis z.B. zusehen würde, wie Soldaten aus unserem holländischen Nachbarland von Terroristen niedergemetzelt werden, weil es nicht seinem Mandat entspricht und er schon gar nicht schießen möchte.
 Leserbrief an die Rheinische Post.