Der Kommentar von Alexander von Gersdorff zum Klimawandel war einmal richtig erfrischend. Selbstkritik und etwas Pragmatismus sind in der in Deutschland völlig überhitzten Debatte dringend notwendig. Das Thema ist schon viel zu politisiert und hat mit Wissenschaft kaum noch etwas zu tun. Ein deutliches Zeichen dafür ist die Drohung von Sigmar Gabriel an Georg Bush. Da droht die Maus der Katze. Herr Gabriel weiß dies sicherlich auch, weshalb seine sinnlosen Attacken wohl eher innenpolitisch zu verstehen sind. Wo das weiter hinführt sieht man an dem Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes. Da werden auch Erdbeben korrekter Weise als Naturkatastrophe aufgeführt. Nur sind die nun wirklich nicht auf einen Klimawandel zurück zu führen. Bezeichnend auch, dass es noch nie so wenige Hurrikane gab wie in den letzten beiden Jahren, trotz gegenteiliger Prognosen. Unberücksichtigt auch, dass die Weltbevölkerung im Vergleichszeitraum erheblich gewachsen ist und mittlerweile in gefährdeten Gebieten siedelt, die früher gemieden wurden. In der Statistik zu finden sind sicherlich auch die 230.000 Todesopfer der Tsunamikatastrophe 2004, die auch nichts mit Erderwärmung zu tun haben. Da werden mit Gewalt Zusammenhänge gestrickt, die letztendlich nicht zur Lösung der eigentlichen Probleme führen.
Peter Müller
Seidenstrasse 3
47906 Kempen
Leserbrief an die Rheinische Post.