Gerade können wir wieder beobachten, wie sich die deutsche Presse daran weidet den amerikanischen Präsidenten Bush ob seiner mäßigen Kritik am pakistanischen Präsidenten Musharraf zu schelten.

Verwundern tut dies nicht, denn die Kritiker sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so blöd, für wie sie Bush halten.

Hat Musharraf die Intention sein Land in die Demokratie zu führen? Natürlich nicht, niemand in dieser Region tut das, schon gar nicht die islamischen Staaten. Überall wird fröhlich gefoltert, unterdrückt und gemordet. Die Kritiker Bushs könnten ja mal versuchen mit Oppositionellen im Iran, Saudi Arabien oder Ägypten zu sprechen. Da aber halten sie alle den Mund.

Es lohnt sich also nicht ausgerechnet in Pakistan den Moralapostel zu spielen. Ein Blick auf die Alternativen genügt. Die stärkste Macht in Pakistan dürfte derzeit das islamistische Lager sein. Die säkulare demokratische Opposition hat gegen die radikalen Islamisten nicht den Hauch einer Chance. Ihr Untergang wäre lediglich eine Frage der Zeit, wenn der Westen nicht noch ein zweites Afghanistan eröffnen wollte, was sehr unwahrscheinlich ist, da die militärischen Kräfte dafür fehlen. Oder sieht jemand Kanzlerin Merkel gerade die Bundeswehr mobilisieren um in Islamabad eine demokratische Regierung zu schützen?

Der Sturz Musharrafs und eine Machtübernahme durch die Islamisten hätten aber weltweite Folgen. Dem islamischen Terror stände zum ersten Mal ein sicherer, nämlich durch Atomwaffen geschützter Staat zu Verfügung. In der Praxis eine feste Ausbildungs- und Logistikbasis. So wie es Afghanistan vor dem Eingreifen der USA war, nur ohne Atomschirm. Wem das egal ist, der muss mindestens 95 Jahre alt sein.



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